Unsere Konzeption

Anbei finden Sie unsere Konzeption

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Kindertagesstätte

St. Elisabeth

KONZEPTION

Familiär. Wertorientiert. Ortsverbunden. Modern.

Diese Kurzkonzeption gibt einen kompakten Einblick in unser pädagogisches Profil. Sie
zeigt, was uns im Alltag wichtig ist und woran wir uns fachlich orientieren: am BayKiBiG,
an der AVBayKiBiG, am Bayerischen Bildungs- und Erziehungsplan sowie an den

Bayerischen Bildungsleitlinien.

Unser Anspruch: Wir begleiten Kinder in einer Atmosphäre von Vertrauen, Geborgenheit und
Wertschätzung. Uns ist wichtig, dass Kinder Zeit zum Ankommen, Spielen, Mitbestimmen und
Wachsen haben. Dabei stärken wir Selbstständigkeit, soziales Miteinander und die Freude am
Lernen. Kinder erhalten Raum, Sozialverhalten zu üben und demokratische Prozesse im Alltag zu
erleben.

Familiäre Atmosphäre

Kinder und Familien erleben
Nähe, Verlässlichkeit und ein
herzliches Miteinander.

Selbstständigkeit stärken

Kinder dürfen ausprobieren,
Verantwortung
übernehmen
und
den
Alltag
aktiv
mitgestalten.

Professionelles Team
Ein freundliches,

professionelles Team mit

Tradition und Moderne

Christliche Werte und

unterschiedlichen Kompetenzen Ortsverbundenheit verbinden

begleitet Kinder und Familien
im Alltag.

wir mit zeitgemäßer Pädagogik.

Sanfte Übergänge

Eingewöhnung,
Gruppenwechsel und
Schulvorbereitung gestalten wir
behutsam und kindgerecht.

Teiloffen und
gruppenübergreifend

Sicherheit in der Stammgruppe
und neue Erfahrungen über die
Gruppe hinaus ergänzen sich
gut.

Kindertagesstätte St. Elisabeth | Konzeption

1. Leitbild und pädagogischer Auftrag

Unsere Kindertagesstätte St. Elisabeth ist ein Ort zum Ankommen, Wohlfühlen und Wachsen.
Als familiennahe Einrichtung begleiten wir Kinder achtsam auf ihrem individuellen Bildungsweg
und geben ihnen einen verlässlichen Rahmen, in dem sie sich sicher und angenommen fühlen
können.
Ortsverbundenheit,
Traditionsbewusstsein
und
eine
moderne,
fachlich
fundierte
Pädagogik gehören für uns selbstverständlich zusammen.

Unsere Kita umfasst fünf Gruppen mit insgesamt 107 Plätzen; wir betreuen Kinder im Alter von
einem Jahr bis zur 4. Klasse in zwei Häusern, wobei die Schulkindbetreuung direkt vor Ort im
Schulhaus stattfindet.

Grundlage unseres Handelns sind das Bayerische Kinderbildungs- und -betreuungsgesetz, die
AVBayKiBiG,
der
Bayerische
Bildungs-
und
Erziehungsplan
sowie
die
Bayerischen
Bildungsleitlinien. Im Mittelpunkt steht für uns das Kind als aktive, neugierige und kompetente
Persönlichkeit.
Wir
greifen
Interessen
auf,
stärken
Basiskompetenzen
und
ermutigen
Kinder,
ihre Umwelt selbstständig, verantwortungsvoll und mit Freude zu entdecken.

Als
professionelles
Team
nehmen
wir
uns
Zeit
für
jedes
Kind.
Verlässliche
Beziehungen,
feinfühlige Begleitung und ein wertschätzender Umgang prägen unseren Alltag. So entstehen
Vertrauen, Orientierung und die Sicherheit, die Kinder brauchen, um Neues auszuprobieren und
sich gut weiterzuentwickeln.

2. Übergänge behutsam gestalten

Übergänge gestalten wir bewusst behutsam, transparent und altersgerecht. Unser Weg lässt
sich in drei Schritten veranschaulichen:

•

•

•

1. Ankommen in der Kita:
elternbegleitende Eingewöhnung, Zeit für Bindung und Vertrauen,
Sicherheit Schritt für Schritt

2. Wechsel in der Einrichtung:
teiloffenes Konzept, als „Wechselkind“ neue Räume
kennenlernen, die Stammgruppe gibt weiterhin Halt

3. Start in die Schule:
Vorbereitung mit Eltern und Kooperationspartnern, wachsendes
Selbstvertrauen und Freude auf den nächsten Schritt

So erleben Kinder Orientierung, Sicherheit und Vorfreude auf jeden neuen Schritt.

Orientierung an BayKiBiG, AVBayKiBiG, BayBEP und Bayerischen Bildungsleitlinien

Kindertagesstätte St. Elisabeth | Konzeption

3. Lernen im Alltag: Freispiel, Mitbestimmung und Gemeinschaft

Kinder
lernen
ganzheitlich
-
im
Spiel,
in
Beziehungen,
in
Bewegung
und
in
alltagsnahen
Situationen. Deshalb hat das Freispiel in unserer Kita einen besonders hohen Stellenwert. Hier
entwickeln Kinder Ideen, probieren Rollen aus, lösen Konflikte, gestalten Freundschaften und
finden eigene Lernwege. Für uns ist Freispiel wertvolle Bildungszeit.

Zu unserem Alltag gehören auch hauswirtschaftliche Angebote wie Kochen und Backen. Dabei
erleben
Kinder
Gemeinschaft,
stärken
ihre
Selbstständigkeit
und
sammeln
ganz
nebenbei
wichtige lebenspraktische Erfahrungen.

Partizipation ist für uns gelebter Alltag. Kinder dürfen ihre Meinung äußern, mitentscheiden und
erleben, dass ihre Stimme zählt. So lernen sie demokratische Teilhabe, Rücksichtnahme und
Verantwortung
in
der
Gemeinschaft.
Morgenkreise
als
fester
Bestandteil
des
Tages
geben
Struktur, fördern Sprache, stärken das Zugehörigkeitsgefühl und laden zur Beteiligung ein.

Religiöse
Erziehung
und
Werteerziehung
gehören
selbstverständlich
zu
unserem
pädagogischen
Alltag.
Christliche
Grundwerte
wie
Nächstenliebe,
Achtung,
Hilfsbereitschaft,
Dankbarkeit und Versöhnung werden für Kinder erlebbar und begleiten ihr soziales Lernen.

Angebote im Überblick

•
wöchentlicher Naturtag

•
tägliche Zeit im Freien

•
Turnen und Bewegungsangebote
•
gleitendes Frühstück

•
gemeinsames Mittagessen

Angebote im Überblick

•
warmes Mittagessen durch externen Anbieter
•
Kita digital

•
gruppenübergreifende Begegnungen

•
kindgerechte Exkursionen

•
verlässliche Rituale im Tagesablauf

4. Bildungsschwerpunkte und individuelle Förderung

Unsere Bildungsarbeit ist alltagsintegriert, lebensnah und am Entwicklungsstand der Kinder
orientiert. Im Mittelpunkt stehen dabei besonders:

• Sprache und Kommunikation
• Bewegung und Gesundheit

Orientierung an BayKiBiG, AVBayKiBiG, BayBEP und Bayerischen Bildungsleitlinien

Kindertagesstätte St. Elisabeth | Konzeption

• soziales Lernen und religiöse Bildung

• Naturerfahrungen, Kreativität und erste mediale Kompetenzen

Kinder
sollen
sich
ausprobieren,
Fragen
stellen,
Zusammenhänge
entdecken
und
eigene
Lösungswege finden.

Ein
besonderer
Schwerpunkt
liegt
auf
der
sprachlichen
Bildung.
Wir
fördern
Sprache
im
Gespräch,
im
Morgenkreis,
im
Spiel,
beim
Vorlesen,
Erzählen,
Singen
und
in
gezielten
Angeboten.
Sprachstandserhebungen,
Sprachentwicklungsbögen
sowie
die
Beobachtungsverfahren
SISMIK
und
SELDAK
helfen
uns,
Entwicklung
aufmerksam
zu
begleiten und Förderbedarfe frühzeitig wahrzunehmen.

Für die sozial-emotionale Entwicklung nutzen wir unter anderem PERIK. Ergänzend arbeiten wir
mit entwicklungsbezogenen Beobachtungen und Screenings für Vorschulkinder. Beobachtung
und
Dokumentation
verstehen
wir
ressourcenorientiert:
Sie
helfen
uns,
Stärken
sichtbar
zu
machen, Entwicklungsschritte zu erkennen und pädagogische Angebote passend zu gestalten.
Durch
verlässliche
Beziehungen,
ermutigende
Begleitung
und
das
bewusste
Aufgreifen
von
Herausforderungen
stärken
wir
die
Resilienz
der
Kinder
und
unterstützen
sie
darin,
mit
Veränderungen,
Unsicherheiten
und
Belastungen
altersangemessen
umzugehen.
Schulvorbereitung ist für uns ein kontinuierlicher Prozess, der lange vor dem letzten Kita-Jahr
beginnt. Ergänzend bieten wir unseren Vorschulkindern besondere Impulse, zum Beispiel den
Vorkurs
Deutsch,
Angebote
für
die
Wackelzahnkinder,
Exkursionen,
Hören-Lauschen-Lernen
sowie weitere gezielte Lernanlässe für einen guten Übergang in die Schule.

5. Zusammenarbeit mit Eltern

Eine
vertrauensvolle
Bildungs-
und
Erziehungspartnerschaft
mit
Eltern
ist
für
uns
ein
zentraler
Bestandteil unserer Arbeit. Eltern kennen ihr Kind am besten, wir bringen unsere pädagogische
Perspektive ein.

• regelmäßiger Austausch im Alltag

• Entwicklungsgespräche und individuelle Absprachen
• verlässliche Informationen über die KiKom-App

• Zusammenarbeit mit Elternbeirat und Vorstand

Neben Tür- und Angelgesprächen bieten wir einmal im Jahr ein Entwicklungsgespräch an. Bei
Bedarf
sind
zusätzliche
Gespräche
jederzeit
möglich.
Die
KiKom-App
unterstützt
unsere
Kommunikation
im
Alltag
und
sorgt
dafür,
dass
wichtige
Informationen
zuverlässig
weitergegeben werden.

Auch die Zusammenarbeit mit Elternbeirat und Vorstand gehört für uns zu einer lebendigen
Einrichtungskultur. Wir arbeiten Hand in Hand, gestalten Prozesse gemeinsam und pflegen
einen offenen, respektvollen Dialog zum Wohl der Kinder und Familien.

Orientierung an BayKiBiG, AVBayKiBiG, BayBEP und Bayerischen Bildungsleitlinien

Kindertagesstätte St. Elisabeth | Konzeption

6. Vernetzung, Schutz und Qualität

Die folgenden Bereiche zeigen auf einen Blick, wie Vernetzung, Schutz und Qualität in
unserer Kita zusammenwirken:

Unser Ziel

Die Kindertagesstätte St. Elisabeth soll ein Ort sein, an dem Kinder sich geborgen fühlen,
Gemeinschaft erleben und mit Freude lernen dürfen. Wir verbinden christliche Werte, familiäre
Nähe und fachliche Qualität zu einer Pädagogik, die Kinder stärkt und Familien verlässlich
begleitet.

Rechts- und Orientierungsrahmen

•
BayKiBiG und AVBayKiBiG

•
BayBEP und Bayerische Bildungsleitlinien
•
Institutionelles Schutzkonzept

•
Bildungs- und Erziehungspartnerschaft

Qualitätsbausteine

•
Jährliches Qualitätsmanagement

•
Fort- und Weiterbildungen

•
Beobachtung und Dokumentation

•
Vernetzung und Ausbildungsbetrieb

Orientierung an BayKiBiG, AVBayKiBiG, BayBEP und Bayerischen Bildungsleitlinien

7. Konzept zur Sexualerziehung

Der Schwerpunkt der sexuellen Bildung in unserer Kita besteht hauptsächlich auf
der Förderung sozialer Kompetenzen und der Förderung der Selbstwahrnehmung
und des Selbstwertgefühls. Die Vermittlung von Sachwissen stellt einen
vergleichsweise geringen Part unseres Konzeptes zur Sexualerziehung dar.

Der Umgang mit Gefühlen

Es
ist
unser
Ziel
und
unsere
Aufgabe
die
Kinder
dabei
zu
unterstützen,
ihre
Gefühle
wahrzunehmen. Alle Gefühle sind in Ordnung und dürfen und sollen bewusst gefühlt werden.
Dazu gehören die angenehmen und auch die unangenehmen Gefühle. Erst wenn das Kind
bewusst spürt, dass es sich selbst nicht mehr wohl fühlt, kann es in der Konsequenz darauf
reagieren. Jedes Kind ist aufgefordert, seine Gefühle selbst zu bewerten. Sätze wie „Das ist
doch
nicht
so
schlimm“
verbieten
sich
in
Zusammenhang
mit
Schamgefühlen,
Grenzverletzungen und Selbstbehauptung.

Sprache in der sexuellen Bildung

Wir unterstützen und ermutigen die Kinder in der Folge, angenehme sowie unangenehme
Gefühle
zu
verbalisieren.
Das
Kind
soll
erfahren,
dass
es
ok
ist,
wenn
es
seinen
Unmut
äußert. Bei nonverbalen Signalen der Kinder sind wir als Erziehende gefordert, mit dem Kind
gemeinsam nach Worten zu suchen, um die Gefühle des Kindes ans Licht und zur Geltung
zu bringen, z. B. „Ich sehe, dass du dich nicht wohl fühlst, erzähl´doch mal…“

Wir
als
Mitarbeitende
und
Bezugspersonen
des
Kindes
nehmen
die
Rolle
eines
o
ff
enen,
interessierten
und
feinfühligen
Zuhörers
ein.
Die
Kinder
erleben
uns
als
zugewandt
und
ansprechbar. Äußerungen der Kinder müssen zunächst vertraulich und dem Kind gegenüber
loyal behandelt werden. Eine belastbare Bindung ist die Basis für vertrauliche Gespräche mit
dem Kind.

Mit
zunehmendem
Alter
der
Kinder
verändert
und
entwickelt
sich
auch
das
Schamgefühl.
Damit entsteht vor allem für Schulkinder eine bis dahin nicht gekannte Verletzbarkeit. Wir
vermitteln den Kindern einerseits, dass es ok und ein Stück weit auch natürlich ist, sich zu
schämen. Aber der andere hat nicht das Recht sich beschämend und somit übergri
ffi
g zu
verhalten. Verletzung und Beschämung durch übergri
ffi
ge Sprache wird nicht akzeptiert und
bedarf
der
Moderation
und
Regulierung
durch
den
Erwachsenen,
wenn
den
Kindern
die
Worte
fehlen.
Sexualität
ist
etwas
Natürliches,
das
nicht
peinlich
sein
braucht.
Aber:
Die
Intimsphäre und Schamgrenze des anderen ist unbedingt zu respektieren.

Orientierung an BayKiBiG, AVBayKiBiG, BayBEP und Bayerischen Bildungsleitlinien

Umgang mit Körperkontakt

Intime
Körperkontakte,
wie
Küsse,
oder
schlafen
im
gleichen
Bett
sind
der
Familie
vorbehalten und haben in der pädagogischen Arbeit keinen Platz. Seitens der

Mitarbeitenden
ist
eine
sensible
Wahrnehmung
der
kindlichen
Grenzen
und
Bedürfnisse
sehr wichtig. Ebenso ist es unsere Aufgabe die Kinder zu bestärken, aktiv und bewusst zu
entscheiden,
welchen
Körperkontakt
sie
als
angenehm
zulassen
möchten
und
welche
Berührungen sie nicht möchten. Dies gilt für Kontakte der Kinder untereinander, sowie für
Kontakte
der
Kinder
mit
den
Mitarbeitenden.
Auch
in
diesem
Bereich
helfen
wir
den
Kindern nach einfühlsamer Beobachtung durch Formulierungshilfen eigene Wünsche und
Grenzen zu kommunizieren.

Die Kinder lernen ein „Nein“ zu formulieren, zu verteidigen und auch das „Nein“ des
anderen zu akzeptieren. Ein „Nein zu anderen ist ein „Ja“ zu sich selbst.

Vermittlung von Sachwissen

Wir
legen
auch
schon
im
Kleinkindbereich
Wert
auf
die
richtigen
Benennung
von
Körperteilen,
inklusive
auch
der
Geschlechtsteile.
Hierfür
bietet
sich
im
pädagogischen
Alltag im Rahmen der Sauberkeitserziehung ausreichend Gelegenheit.

Wissen
über
körperliche Vorgänge
wie
Schwangerschaft`
oder
Geburt
werden
dem
Alter
und vor allem dem Interesse der Kinder angepasst thematisiert.

Mit
zunehmendem
Alter
der
Kinder
und
der
Entwicklung
des
Schamgefühls
gilt
es,
die
Natürlichkeit und Normalität der Sexualität zu betonen.

Sexuelle Bildung wird in unserer Kita nicht isoliert behandelt, sondern im
pädagogischen Alltag behandelt, wenn die Kinder den entsprechenden Bedarf
signalisieren.

Grundsätzlich wird für alle genannten Aspekte der Grundstein in der Familie gelegt.
Kernkompetenzen wie Selbstbehauptung, Selbstwertgefühl, „Nein“ sagen, Verbalisieren der
eigenen Ängste, Bedürfnisse, Grenzen, und die Vermittlung altersangepasster
Sachinformationen erlebt das Kind bereits in der Familie. Wir als Kita unterstützen die
Eltern in ihrem Erziehungs- und Bildungsauftrag.

Orientierung an BayKiBiG, AVBayKiBiG, BayBEP und Bayerischen Bildungsleitlinien